Falsche Entscheidungen bei der Abschiebung: Olaf Jansen im Gespräch
Brandenburgs Asyl-Chef Olaf Jansen spricht über die Herausforderungen und Fehler im deutschen Asylsystem. Zu oft werden die Falschen abgeschoben, was schwerwiegende Folgen hat.
SAARBRÜCKEN, 14. Juni 2026 — Eigener Bericht
„Es werden öfters die Falschen abgeschoben“ – diese Aussage von Olaf Jansen, dem Asyl-Chef in Brandenburg, hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich kann mich noch gut an einen Winterabend erinnern, als ich mit Freunden in einer kleinen Kneipe saß und wir über die Themen sprachen, die uns bewegen. Plötzlich fiel dieser Satz, und während wir unser Bier tranken, wurde es still. Jeder in der Runde wusste, dass es gerade hier in Deutschland nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen geht.
Jansen spricht über Fehler im deutschen Asylsystem und angesichts der weltweiten Migrationskrise sind diese Fehler besonders schmerzhaft. Oft wird der menschliche Aspekt aus den Entscheidungen, die über das Schicksal von Menschen getroffen werden, herausgenommen. Wenn ich darüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass jeder Fall – jede Geschichte – einzigartig ist. Manchmal werden Flüchtlinge zurück in Länder abgeschoben, aus denen sie geflohen sind, ohne dass ihre individuellen Geschichten ausreichend gewürdigt werden.
Ihr kennt das sicherlich: Die Medien berichten oft über abgeschobene Personen in einem sehr nüchternen Ton. Man liest von Statistiken und von Regeln, aber die Gesichter hinter diesen Zahlen bleiben verborgen. Jansen macht deutlich, dass es oft die Falschen sind, die aus bürokratischen Gründen und wegen fehlerhafter Entscheidungen abgeschoben werden. Das sind Menschen, die in Deutschland ein neues Leben beginnen wollten, aber deren Vergangenheit oft nicht richtig erfasst wurde.
Es ist beunruhigend zu hören, dass die Fehler in einem System, das eigentlich Schutz bieten soll, so häufig vorkommen. Man fragt sich, wie kann das sein? Vielleicht sind es die überlasteten Behörden, die in einem ständigen Druck stehen, Entscheidungen schnell zu treffen, während die menschliche Dimension oftmals auf der Strecke bleibt. In so einem System bleibt wenig Raum für Empathie und individuelle Überlegungen.
Jansen hebt hervor, dass Menschen, die tatsächlich durch Krieg, Verfolgung oder andere Lebensbedrohungen geflohen sind, oft nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Er spricht auch von der Verantwortung der Politik, sich dieser Fehler anzunehmen und Lösungen zu finden. Man könnte meinen, dass ein einfaches Umdenken, ein neuer Ansatz in der Asylpolitik hilfreich wäre. Doch die Realität ist komplex und viele Interessen prallen aufeinander, was Reformen erschwert.
Ich erinnere mich an einen Fall, den ich in den Nachrichten sah: Ein Mann wurde in ein Land abgeschoben, wo er mehrfach im Gefängnis gesessen hatte und eine reelle Gefahr für sein Leben darstellte. Der Grund für seine Abschiebung war rein administrativ, ohne auf die Umstände seines Asylantrags einzugehen. Es bleibt die Frage: Wer trägt die Verantwortung für solche Entscheidungen? In dem Moment, in dem die Berichte wieder verstummen, ist er wieder allein.
Die Menschen hinter den Akten und Statistiken müssen wieder in den Mittelpunkt rücken. Vielleicht kann man sogar von einer menschlicheren Asylpolitik sprechen? Jansen fordert eine offene Diskussion über die strukturellen Probleme. Wie oft lassen wir uns von der Angst vor Überforderung leiten, anstatt die Herausforderungen anzugehen? Wir müssen uns fragen, wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen.
Die Worte von Olaf Jansen sollten uns nicht nur als eine Kritik am System dienen, sondern auch als ein Aufruf zur Verantwortung. Wenn wir über Asylpolitik sprechen, sollten wir auch die Geschichten und Schicksale der Menschen hinter den Zahlen erzählen. Es geht nicht nur um Gesetze und Vorschriften, es geht um das Leben von Menschen.
Wenn du das nächste Mal in den Nachrichten von Abschiebungen hörst, versuche, dich nicht nur auf die Informationen zu konzentrieren. Denke an die menschlichen Schicksale dahinter. Wenn wir das System verändern wollen, müssen wir auch unsere Sichtweise verändern. Es ist an der Zeit, dass wir den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen und uns für eine gerechtere Asylpolitik einsetzen.